Montessori für Kleinkinder und Babys

Ich lese nun mittlerweile schon seit über zwei Monaten das Buch „Montessori von Anfang an“ von Paula Polk Lillard und Lynn Lillard Jessen – es ist ziemlich dick und hat nur wenig Bilder, es wird also noch ein bisschen dauern, bis ich es ausgelesen habe. Bis zur Hälfte bin ich nun mal schon gekommen. Angefangen damit habe ich, weil ich eigentlich zufällig für meinen großen Kleinen eine „Übung des täglichen Lebens“ gemacht habe und ich feststellen musste, dass ich sehr viel, was ich damals während meiner Ausbildung zur Kindergartenpädagogin über Montessori gelernt hatte, einfach nicht mehr wusste. Und weil der große Kleine so viel Spaß bei dieser Übung hatte, habe ich mittlerweile schon ein paar weitere, ähnliche Übungen für ihn hergerichtet, die er nach wie vor immer wieder einmal machen will (und dann locker eine halbe Stunde bis Stunde damit beschäftigt ist).

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Mein erster Tag allein mit meinen zwei Kleinen…

Vor ein paar Tagen war es soweit: nach einer guten Woche zu viert musste mein Liebster wieder arbeiten und nach zwei Tagen Unterstützung durch die lieben Omas kam der Tag der Wahrheit – über 12 Stunden alleine mit meinen zwei kleinen Buben, zum ersten Mal. Ich hatte eine recht ambitionierte To-Do-Liste an diesem Tag: 1. Auf den Wochenmarkt gehen – zu Fuß bzw. mit Kinderwagen. 2. Staubsaugen. 3. Ein Gemüsecurry mit Reis kochen. 4. Wäsche waschen und aufhängen.

Die ersten fünf, sechs Stunden des Tages dachte ich: bha, das ist ja keine Herausforderung, was habe ich für pflegeleichte Kinder!

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Buchrezension: Toni Hammersley „Platz schaffen“

Im Zuge meiner Aussortiererei letzten Herbst habe ich mir Toni Hammersley’s Buch „Platz schaffen“ gekauft. Das ist vielleicht ein bisschen paradox, dass ich mir in einer Phase des Aussortierens neue Dinge anschaffe, aber ich habe es nicht bereut. Deshalb ein paar Worte zu diesem Buch und dazu, warum es mir gefällt und seinen Platz in unserem Regal verdient hat:

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…und dann sind wir auf einmal vier!

Während ich diese Zeilen schreibe, bleiben mir wahrscheinlich noch zwei bis drei Wochen, bis ich zum zweiten Mal in meinem Leben ein kleines, herzallerliebstes Buben-Baby auf die Welt bringen werde. Beim ersten Mal waren vor allem die ersten eineinhalb Monate eine große Herausforderung für mich – nicht unbedingt, weil der mittlerweile große Kleine ein anstrengendes Baby war. Er hat zwar nicht viel geschlafen (manchmal kam er auf nicht einmal 12 Stunden insgesamt – Tag und Nacht!), aber er war meistens ein zufriedenes Kerlchen. Er weinte nicht viel und hatte aber, wie es mir schien, unermesslichen Hunger.

Die große Herausforderung war eigentlich das Einander-Kennenlernen.

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Das Trotzen und Jan-Uwe Rogge

Gestern war ab elf Uhr in der Früh der Hund drin – der große Sohn (er kann jetzt seit ein paar Tagen die Gummistiefel selbst anziehen und auch die neuen Halbschuhe mit Klettverschluss von Oma) war fleißig mit Schuhe anziehen beschäftigt und verlangte: „Usse gohn“. Ich: jetzt muss ich kochen, am Nachmittag gehen wir raus. Hilf mir doch beim Kochen!

Nach kurzem Protest saß er mit einem Buch neben mir und während ich es mit ihm gemeinsam anschaute (nebenbei am Kartoffelschälen), fiel mir ein, dass ich kein Paprikapulver mehr habe. Also schälte ich fertig und dann gingen wir doch hinaus und schnell das Paprikapulver kaufen. Der große Sohn machte die kurze Einkaufstour ohne Probleme zu machen mit, auch, dass wir nicht zum Spielplatz gehen, ertrug er.

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Materiellen Ballast abwerfen – Freuden und Leiden

Vor circa einem Jahr bin ich auf Youtube auf eine Serie von kurzen Clips zum Thema Stuff – A Cluttered Life: Middle-Class Abundance gestoßen, die auf dem Buch „Life at Home in the twenty-firts Century: 32 Families open their doors“ beruhen. Mein kultur- und sozialanthropologisches Interesse war sofort geweckt und ich war fasziniert davon, wieviel Dinge doch die Menschen in recht kurzer Zeit anhäufen können und dabei oft gar nicht sehen, wie wenig davon wirklich wichtig ist. Und das führte laut dieser amerikanischen Studie zu einem nicht unwesentlichen Stress für die Familie, vor allem für die Mütter.

Obwohl wir im Vergleich zu den in dieser Studie gezeigten Familien fast spartanisch leben – in mir kam unweigerlich das Bedürfnis hoch, meine Dinge auszumisten und dem Motto „Weniger ist mehr“ zu folgen.

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